Selbsthilfegruppen/ Gesprächsangebote |
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- Information und gegenseitige Unterstützung - Es kann schon sehr hart sein: Sie pflegen einen Angehörigen – und setzen durch die Belastung die eigene Gesundheit aufs Spiel. Sie bewahren einen anderen durch Ihre Fürsorge vor Einsamkeit und Alleinsein – und geraten selbst immer mehr in soziale Isolation. So gern Sie auch für Ihren pflegebedürftigen Ehepartner oder für Ihre betagten Eltern sorgen, manchmal geht diese Aufgabe an die Grenzen Ihrer Kräfte. Viele pflegende Angehörige machen diese Erfahrung und finden sich deshalb in Selbsthilfegruppen zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen, zu informieren und Mut zu machen. Sie wollen die Herausforderung „Angehörigenpflege“ bewältigen, ohne sich selbst aufzugeben. Die Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige bestehen für unterschiedliche Zielgruppen und Interessen. Die meisten Gruppen richten sich allgemein an Angehörige von älteren Pflegebedürftigen, die zu Hause oder in einer Senioreneinrichtung versorgt werden. Viele Gruppen befassen sich aber auch speziell mit der Pflege von Menschen, die an bestimmten Krankheiten leiden, beispielsweise Demenzerkrankungen, an der Parkinsonschen Krankheit oder an einem Schlaganfall. Ziele der Selbsthilfegruppen In ihrem Freundes- und Bekanntenkreis finden pflegende Angehörige oft wenig Verständnis für ihre Belastung. „Warum tust du dir das bloß an?“ heißt es vielleicht, wenn Sie sich über Ihre Probleme bei Mutters Pflege aussprechen wollen, oder: „Dein Mann hat dich immer gut versorgt, jetzt musst du eben ihn versorgen“. Aber diese Aussagen gehen an der Wirklichkeit der Pflegenden vorbei. In einem Gesprächskreis für pflegende Angehörige treffen Sie andere Betroffene, die Ihre Situation kennen und verstehen, denn sie sind in einer ähnlichen Lage. Die Gesprächskreise bieten die Möglichkeit zum persönlichen Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Durch das Schildern der alltäglichen Erlebnisse lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer voneinander und finden gemeinsam Lösungen für Probleme. Das gesellige Mit-einander und die erlebte Solidarität bieten einen Ausgleich für die häusliche Belastung. Jeder kann über seine Anliegen sprechen, oder einfach nur zuhören. Fragen, mit denen sich Pflegende in der Gruppe auseinandersetzen, sind z. B.:
Darüber hinaus gibt es Informationen zum Beispiel über die Hilfen unseres Gesundheitssystems bei Pflegebedürftigkeit und Tipps und Tricks zur Erleichterung der Pflege. Sie erfahren, was Sie für die eigene Gesundheitsvorsorge, aber auch für die der Pflegebedürftigen tun können. Manche Gruppen laden Referenten ein, die zu wichtigen Themen wie Demenzerkrankungen Vorträge halten. Auch praktische Hilfen wie z. B. Notrufsysteme, Hilfsmittel u. a. werden vorgestellt. Die Organisation der Selbsthilfegruppen Die Teilnahme an den Selbsthilfegruppen ist in der Regel kostenlos und für alle Betroffenen offen. Die Treffen finden meist ein- bis zweimal monatlich statt und dauern bis zu zwei Stunden. Eine Fachkraft leitet und begleitet den Gesprächskreis. Die Gespräche unterliegen der Schweigepflicht – nichts, was Sie erzählen, wird außerhalb des Gruppenraums bekannt. Eine Mitgliedschaft ist nicht notwendig. Wenn Sie an einem Gesprächskreis teilnehmen oder einen Gesprächskreis gründen möchten, erhalten Sie Ansprechpartner und Adressen sowie weitergehende Informationen und Unterstützung bei der Bürgerinformation Gesundheit und Selbsthilfekontaktstelle im Kreis Gütersloh – BIGS bzw. im Wegweise Selbsthilfegruppen den Wohlfahrtsverbänden den Kirchengemeinden, einigen ambulanten Pflegediensten, die ebenfalls Gesprächskreise anbieten bzw. entsprechende Angebote vermitteln (nähere Informationen finden sie hier...). |